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Plurabelles Übergewichtsrätsel gelöst !

Hi ihr Lieben!

Nachdem unsere HasiOmi gestern eingeschlummert ist, bevor sie meinen Miripluppsbeam schreiben konnte, spannen wir euch jetzt nicht noch länger auf die Folter: Das Rätsel um meine nicht enden wollenden Gewichtszunahmen von Tag zu Tag 50 bis manchmal sogar 100 g mehr ist gelöst! Ich habe... Ich bin..... Es war...... Heißhunger - oh nein! Das macht sie so spannend??? Spinnt Plural jetzt vollkommen? Tja, das ist nur die halbe Wahrheit - woher kam denn dieser Heißhunger, der mich verzweifelt von Schüsssel zu Schüssel trieb? uNDD MICH futtern ließ, selbst wenn ich keinen Appetit mehr hatte? und mir schon ganz schlecht war? Also eine echte Essstörung? Und dann habe ich ja auch sogar noch zugenommen, als ich auf strenger Diät war und nur noch in meinem eigenen schnuckeligen Appartment herumhüpfte! Also es war nicht nur krankhafter Heißhunger, sondern - upsnplupps - eine allergische Reaktion!

Ihr werdet jetzt schon etwas enttäuscht sein, weil das besondere meines Falles eigentlich nur ist, wie schwer es war, die Zusammenhänge zu erkennen, trotz mehrerer Tierärztinnenbesuche mitsamt Blutuntersuchung. 

Allergisch reagiert habe ich nämlich auf die typischen oder auch untypischen Darmparasiten, die alle Kaninchenfamilien gut kennen, also Koks bzw. Kokks und irgendein Gewürm. Wie kommt es denn, dass die Omi und ich das nun so genau wissen, werdet ihr euch sicher kritisch fragen. 

Grund 1: Ich wurde breitbändig entwurmt und multipel entkokkst. 

Beobachtung1: Meine Körpertemperatur sank um 1 Grad C* von 39,9 auf 38,9. Mein Gewicht reduzierte sich endlich bei sanfter Diät und abendlichen Wiesensprints um die ersten 100 g. Auf diesem Niveau ist es heute den zweiten Tag lang mit weiter fallender Tendenz.

Während zuvor das Lauftraining oder Kaninhoptraining nur weitere Gewichtszunahme zur Folge hatte und ich nicht nur speckig-pummelig, sondern wie aufgedunsen und starr war, bin ich jetzt zwar noch dick, aber merklich entschlackt. 

 Grund2: Meine Laborproben wurden von Omi gewissenhaft mikroskopiert. Insbesondere in stark riechendem Blinddarmkot, den ich ihr gezielt zur Untersuchung überlasse, wurden Kokks und langfädrige Objekte gefunden etc.

Glücklicherweise bewegte sich keines davon mehr...

Trotzdem wollen wir euch mit diesem Blog warnend darauf hinweisen, dass der starke Geruch von Blinddarmkötteln ein Alarmsignal ist. Das konnten wir auch daraus schlließen, dass die Laborproben manchmal erst bei der Zerlegung im Labor rochen, wenn sie dann auch tatsächlich an der riechenden Stelle unter 95er Vergrößerung einen Befund erlaubten. 

Grund 3:

Natürlich wurden wir alle gleich entwurmt, Anna Livia Plurabelle, da wir auch kurz nach unserer Ankunft hier blutuntersucht wurden und alle parasitentypische Werte hatten - leider wurden die Laborwerte aus unerfindlichen Gründen als "Laborfehler" bezeichnet.... Heute können wir darüber nur den Kopf schütteln. Drastisch erhöhte Eosinophile (vor allem bei Anna und Flora Livia), Gallensäure niedrig, Kalium niedrig, Albumin niedrig - letzteres eben angeblich ein Laborfehler, tatsächlich aber sehr gut passend zu einer Leberbelastung durch Parasiten.

Ihr vermutet natürlich, dass man mit Parasit doch eher sehr dünn und struppig sein müsste? 

Nur einige von euch wissen, dass z.B Kokks-Häschen aufgeblähte Bäuche haben und Berühung am Bauch überhaupt nicht mögen? Kokzidien verursachen im Darm nämlich nicht nur verdauungsstörungen und üble Gerüche, sondern auch die sogenannten Divertikel, also Ausbuchtungen des Darms, die die normale Motilität eures Futters durch euren Hasikörper behindern und für Gasbildungen, Entzündungen etc. sorgen. Im schlimmsten Fall siedeln sich dann dort noch weitere Parasiten an und es entstehen winzige Löcher in der Darmwand....

Wenn ihr erstmal nur merkt, dass eure Verdauungsbewegungen nicht so schnurren wie sie sollten, fangt ihr an zu futtern wie die Irren - Heißhunger! Es gibt bei uns Häs:innen und sogar bei den ZweibeinerInnen bzw. Flachgesichtern, wie die Bären sagen, sogar besondere Wurmarten, die Heißhunger erzeugen! Also denkt nicht, nur weil ihr kugelrund seid, wärt ihr völlig frei von Gewürm! (Als Kaninchen darf ich mich ja etwas herzhafter ausdrücken - wir finden das nicht so schlimm, solange wir unsere Räumungsklagen gegen die Plagegeister durchsetzen).  

Wie konnten aber Omi und ich so sicher sein, dass Diät ohne Entwurmung und antiparasitäre Entgiftung nichts bringen würde? 

Beobachtung 2: Flora Flummel, die süße und turniereifrige Tochter Adventis, litt ebenfalls unter schubartigen Durchfällen, unbremsbarem Heißhunger und Übergewicht. Bei ihr mutierten die Fettpölsterchen später zu ominösen Kugeln, ihre Leber stellte sich post mortem als völlig zerstört heraus. Da keine genaue Untersuchung stattfand, wurde eine Gallengangkokzidiose vermutet. Die neue Theorie ist, dass auch andere Parasiten negativ auf die Leber gewirkt haben können.

Dafür sprechen Beobachtung 3 und 4:

Aus welchen Gründen (Klimawandel, Infektionsinternationalisierung etc) auch immer, kennen die ZweibeinerInnen unter den LeserInnen hier sicher den Effekt, dass ein "Mückenstich" (also eine quasi unmerkliche Insekteneinwirkung ohne lange Giftspritzerei) reichen kann, um eine riesige Schwellung hervorzurufen? Also eine allergische Reaktion zu evozieren? (=Beobachtung3)

Beobachtung 4: Bevor ich, eure Plupps, ans Ende meiner Kräfte gelangte und in meine momentane Krise (nun schhon fast überstanden) mit leichtem Fieber und sogar einem Durchfallschub, aufgehellten, lebersensiblen Kötteln und psychischer Verzweiflung genau wie Flora Luminis geriet, hatte ich in meiner Höhle gebuddelt, die ungefähr 1,20 Meter lang ist. Beim Verlassen der Höhle war ich schon häufiger davor seltsam aufgedunsen,  erst nicht sonderlich unterscheidbar von meinem allgemeinen Gewichtsproblem, aber schon beobachtungswert. Wir vermuten jetzt, dass ich in der Höhle bei Benagen der Erdwände und Wurzeln irgendetwas fies Parasitäres erwischt habe oder auch nur inhaliert habe, das sich dann in meinem gemütlichen Pluppskörper im Übermaß festsetze und gut eingerichtet hat. 

Da Anna und Flori ebenso oder noch intensiver buddeln, bin ich wahrscheinlich aufgrund meiner besonderen Physiologie eher ein allergischer Typ und reagiere stärker. Vielleicht ist mein Immunsystem auch stärker belastet, da ich schon bei meiner Ankunft in meinem jetzigen Zuhause eine Bronchitis hatte und "irgendwas" Sichtbares im bauch, vieleicht eine Gebärmutterentzündung. 

Wir wurden dann ja auch alle drei rundum medizinalisch versorgt. 

Trotzdem hatte ich immer seltsame Fallouts, bei denen ich mich einfach hinlegen musste und nicht mehr laufen konnte. 

Schuld daran war wahrscheinlich der weiße Punkt auf meinem ersten Röbi, der demnächst nachgeprüft wird, oder eben meine schon fortgeschrittene allgemeine Immunbelastung. 

Das ist jetzt schon viel besser geworden, mein Schnupfen z.B. ist komplett verschwunden - das gilt eigentlich als unmöglich unter KaninchenzweibeinerInnen, ich schaffe 100 kleine Kaninhopsprünge an einem Trainingsabend und kann meine Wiesenstrecken rennen, selbst so chronisch unterzuckert wie jetzt während meiner Diät! 

Diese Wiesenrennen finden aktuell jeden Abend statt, manchmal stürme ich vier oder sogar fünfmal über die Parkwiese, und zwar mitunter so schnell, dass Omi kaum hinterherkommt. Sie hat auch schon zwei Kilo abgenommen! 

Vor allem wollen Flori und Anna jetzt auch immer mit auf die Wiese....:D

Ich trage dabei ein selbstgemachtes, sehr gemütliches Filzgeschirr mit einem Bauchgurt aus weichem Kunstleder. 

Vielleicht veranstalten wir am Sonntag sogar ein richtiges Kaninhop-Training auf der Wiese, die im Moment nämlich auch noch gemäht ist!

Natürlich mit Fotos für euch. 

Zu diesem Blog zeigen wir euch ebenfalls keine Laborbefunde, sondern ein normales Pluppsbild!

Als Wellness-Antiwurmkur empfehlen wir euch selbstgemachtes Oreganoöl: Kocht einen frischen Riesenoregano zwei Stunden lang im Wasserbad aus und mischt ihn dann mit Olivenöl. Vorsicht - Oreganoöl schmeckt nur in vorsichtiger Dosierung. Lasst eure ZweibeinerInnen das machen und vorkosten. Als Anreicherung eurer Vitakraft-Adult Pellets z.B. ein Hochgenuss!

Anna gibt euch noch den Tipp, ab und an an einem eigentlich giftigen Fikus (Kirschlorbeer)-Blatt oder der Baumrinde zu knabbern. Die Blausäure in diesen Gartensnacks ist in kleinen Portionen für uns nicht so gefährlich, haut aber die empfindlichen Untermieter mit etwas Glück um oder vertreibt sie zumindest....

Trotzdem solltet ihr auch vor der Chemokeule nicht zurückschrecken, bevor ihr ernsthaft verletzt werdet!

Meine Abspeckzahlen poste ich euch in den nächsten Tagen jeweils in der Shoutbox auf unserer Portalseite :D 

LOVE

Eure Plupps

p.s.: Wer Details zur medizinischen Entwurmung von Omi erfahren möchte, schreibt ihr an ur@geliebte-tiere.de

Das Foto macht Uploadprobleme und kommt später!

 

 

 

 

Plurabelle 9 days ago 0 24
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