Schon sehr süß, die Aktion! Die GT Kaninchen finden die liebevolle Fürsorge auch für winzige Mitglieder der städtischen Gemeinschaft sehr anständig. Nur haben wir tatsächlich gewisse Bedenken, ob die Kaninchenbabys verwaist waren? sie sehen mit ihrem wildbraunen Fell und den weißen Farbspitzen an den Ohren ziemlich nach Wildkaninchen aus. Das Versteck ist doch sehr nah an einer standesgemäßen Kaninchenhöhle.... Vielleicht sogar extra ausgegraben von der Kaninchenmutter. Und die Behauptung "Keine Kaninchenmutter weit und breit" könnte auch Indiz für typisches Intelligenzverhalten eines versierten Wildkaninchen-Muttertiers sein... Denn Kaninchenmütter graben ihre Kinder mitunter sogar ein - sie verstecken sie in tiefen Höhlen oder sogar in Nebenhöhlen ihrer Bauen. Sodass kein Wiesel und kein Fuchs an sie herankommen. Zudem essen Kaninchenkinder um Punkt Mitternacht - eventuell kommen sogar die literarischen Traditionen des Gespensterwesens von dieser Angewohnheit von Wildtieren. gefüttert wird nicht in der Dämmerung, wenn alle Wildtiere unterwegs sind und man den Feinden den weg zum Wurf zeigen würde. Sondern eben mitten in der Nacht. Danach müssen die etwas älteren Jungtiere nämlich auch noch zu den ersten Verdauungsspaziergängen aus der Höhle. Ohne Nachtsichtkamerakontrolle wird man also kaum mit Sicherheit sagen können, ob die Babys wirklich alleine waren, oder nur etwas zu menschennah untergebracht. Das bedeutet wiederum, dass nun eine sehr unglückliche Häsin nach ihren Babys sucht. Wildkaninchenmütter passen nämlich üblicherweise sehr gut auf ihre Würfe auf und verteidigen sie sogar unter Einsatz ihres Lebens gegen gefährliche Angreifer wie Wiesel. Wer sich dem Nachwuchs nähert, wird mit den Vorderpfoten weggetrommelt und mit den Hinterläufen zerstampft wie von einem Känguruh. Das nächste Mal also vielleicht erstmal mindestens eine Nacht eine Kamera aufstellen. Denn tatsächlich berichtet der Artikel ja sogar, dass es sich um Wildkaninchen handelte, die wieder ausgewildert werden sollen. Falls die Kaninchenmutter also geplant hatte, ihre Jungtiere beizeiten den menschlichen Jungtieren auf dem Spielplatz vorzustellen, zum eventuellen Zusammenschluss, hat das auch nicht funktioniert. was nicht ideal ist, denn eine Auswilderung jenseits der ursprünglichen Baue ist üblicherweise nicht erfolgreich. Kaninchen sind in der Regel höhlentreu und bauen nur als Jungtiere Eigenheime. Es kann also sein, dass sie später keine eigenen Höhlen bauen und dann wesentlich stressiger leben als Kaninchen, die in ihrer Geburtshöhle bleiben durften.