Hi, hier eure Anna Iocans-Schelm und die Miri Maus Mira Solis acris mit ersten Updates und Ergänzungen zu dem ganzen Kaninchenelend im Nachbardorf, vor allem unser Hasiom hat sehr viel reingeschrieben, naja, aber lest selbst....unsere Ergänzungen - die zu sachorientierten Beiträge vom Hasiom haben wir aus dem Text genommen für mehr kaninische Autonomie. Sie hat daraus einen eigenen Blogbeitrag gebastelt (unter unseren Namen ! Oups!) und ihn auch noch ganz oben auf unsere Blogliste gesetzt....so sind die Hasiome...
Wir haben einerseits schlechte Nachrichten, weil die Ärzte gegen Tierversuche jetzt nicht mehr in der Form wie bisher gegen Kissing vorgehen können: Das ist der Hintergrund:
Das Landgericht Köln hat im September 2026 im Verfahren gegen den Verein „Ärzte gegen Tierversuche“ (ÄgT), initiiert durch den Kaninchenhaltungsbetrieb aus Kissing (Bayerisch-Schwaben), in dem unter anderem Antikörper für das Transplantationsmedikament Grafalon gewonnen werden.
Das Gericht in Köln entschied dabei abschlägig gegen den Verein der tierschützenden Ärzte und erließ eine Unterlassungserklärung: Das Landgericht Köln stufte die Behauptung des Vereins, es stünden für diese speziellen Antikörper längst „tierversuchsfreie Verfahren zur Verfügung“, als unwahre Tatsachenbehauptung ein, da sich die in Kissing für Grafalon produzierten polyklonalen Antikörper im Labor derzeit nicht ohne lebende Tiere herstellen ließen und in der Praxis alternativlos seien.
Wir müssen jetzt also auch auf Samtpfoten hoppeln, damit Anna Schelm und das Hasiom nicht bald zusammen hinter Gittern sitzen oder noch schlimmer: getrennt.
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Wir konnten uns aktuell nicht richtig darum kümmern, auch um unsere wunderbare Kaninchenbaue hier nicht, weil unser Hasiom von wilden Frettchen (so würden wir Hasis diese Menschen nennen, eigentlich wohl "Anwälte") in sogenannten Erbstreitigkeiten gebeutelt, gezerrt und geschüttelt wurde und zudem unsere wirtschaftliche Wiederherstellung unser aktuelles Hauptthema ist. Neben der Gesundheitsversorgung, die für uns auf die Seniorinnenzeit zugehenden Schelminnen auch etwas schwierig geworden ist mittlerweile....
Aktuell fragen wir bei zuständigen Pressestellen an, wie sie von der Firma Mivola über die Nano Repro AG in Marburg aus China und Tschechien (oder über deren Adresse) kommenden Schnelltests ethisch einzuschätzen sind. Und das Produkt „Heliobacter pyloris Test“ haben wir kurz bei Google KI abgecheckt mit negativem Ergebnis für den Test.
Einige dieser offensichtlich kommerziellen Produkte, sind bei uns in Mering aus den Regalen vom DM sofort wieder verschwunden (Danke DM !). Bilder dieser wirklich überflüssigen, nicht medizinischen, auf Tierleid basierenden Antikörper-Schnelltests findet ihr hier:
* Erkunden Lichthoppser aus dem Wiese Lichthoppser zum Miri-Blog *
Mering ist 9 km von Kissing entfernt, wo in einer Kaninchenschlachterei in industriellem Ausmaß Antikörper produziert werden, klassifiziert als "Tierversuch". Aktuell ist neu ein Test auf Eisenmangel in den Regalen, der China als Produktionsstandort angibt (anteilig?).
Wir fragen jetzt aktuell direkt bei der Nano Repro AG nach, wie diese Produkte hergestellt und vertrieben werden und welchen ethischen Prüfungen die tierleidbasierte Produktion unterzogen wurden.
Ergebnis im Wesentlichen: Keine Antwort.
Weiteres Zwischenergebnis: Die Trockenstreifen sämtlicher Tests basieren fast gänzlich auf der sogenannten Lateral Flow- Technik. Dabei werden über eine Zellulose-Beschichtung AWentikörper an Goldnanopartikel gekoppelt, die einen Positivstreifen bilden können und einen Ziellinien - Streifen. Die polyklonalen Antikörper aus Kaninchenblut werden dafür besonders gerne verwendet, weil sie aggressiv und multipel reagieren, die Verbindung mit dem Antigen also besonders störungsresistent ist. Da das polyklonale Spektrum der Kaninchen-Anti-Human-Seren auch noch besonders breit ist, kann man eigentlich fast sämtliche Antikörper-Anwendungen daraus generieren und hat immer den hohen Wirkungsgrad des Kaninchenbluts.
NanoRepro AG und der Partner Senova (Weimar) beziehen ihre Materialien und Produkte aus Tschechien oder China, wo z.B. Firmen wie Xiamen Boson Biotech Co. Bulk-Blut und eigene Teststreifen für den internationalen Markt herstellen.
In Tschechien werden ca 10.000 Kaninchen pro Jahr für den Bulk-Blutmarkt getötet. Während im europäischen Raum behördliche Zahlen zu Kontrolle erhoben werden, sind für China keine genauen Daten bekannt.
2. Tierverbrauch und Ausbeute bei der Gewinnung
Polyklonale Antikörper werden klassischerweise durch die Immunisierung von Tieren gewonnen. Da sie mehrere Bindungsstellen (Epitope) eines Erregers erkennen, eignen sie sich besonders gut für die robuste „Fänger-Linie“ auf Schnelltests. Die Ausbeute variiert je nach Wirtstier:
• Kaninchen (Rabbit): - Tja – wir (die GT Hasis zwar nicht, aber unsere Artgenoss:innen) sind leider das am häufigsten genutzte Tier für Standard-Forschungs- und kleinere Diagnostikmengen – wir vermuten, weil man uns nach der Entblutung einfach töten und entsorgen kann. Ziegen sind eine Alternative, aber ihre Entsorgung ist natürlich wesentlich aufwändiger, wenn man sie nach dem Blutentzug tötet. Es gibt ja auch, wie bei Pferden, die vernünftige Möglichkeit, uns einfach als Spender:innen zu handhaben. Das fänden wir Kaninchen als ersten Schritt jetzt erstmal am besten, als absolute Mindestlösung des Ethikproblems, das wir sonst damit haben, dass eure Kleinkinder uns auf den Ohren herumtrampeln, dass ihr behauptet, uns zu lieben und uns süß zu finden aber uns quasi nebenan definitiv nicht nur für hochwertige Zwecke verheizt.
Wie viel Gramm Antikörper ein Kaninchen pro finale Blutentnahme (terminaler Blutentzug) liefert, wird sehr unterschiedlich angegeben. Der Blutentzug umfasst ca 55 ml (= 55g) Serum, bis zu 70 ml.
Absolut entscheidend über die Ausbeute ist die Wahl der Immunisierung. Wird einfach Humanserum gespritzt, ist die Ausbeute eher gering, da das Immunsystem der Kaninchen primär auf die dominanten Proteine reagiert (der eigentliche Vorteil der Immunreaktion der Kaninchen ist allerdings ohnehin schon seine detektivische Breite, nicht nur die Stabilität der Immunantwort). Immunisiert man mit isolierten T-Lymphozyten (gewonnen z.B. mittels magnetischer Separation mit einer Ausbeute-Effizienz von 70-85% aus PBMCs) konzentriert sich die Immunantwort ausschließlich auf die zellulären Oberflächenmarkter und die funktionelle Ausbeute des Immunoglobulins steigert sich auf das Tausendfache. Die Ausbeute liegt dann bei ca 90 %, d.h 55 ml ergeben 49,5 ml oder 49.500 mg. Da nur 0,018 g benötigt werden für einen Liter, kann man mit 55 ml entsprechend immunisierten Serums 2.750 Liter Infusionslösung erstellen.
Aktuelle Zahlen (2024): In deutschen Laboren wurden 57.940 Kaninchen eingesetzt. Das entspricht etwa 4,4 % aller in Versuchen genutzten Wirbeltiere.
Angabe zu Grafalon - ein Transfusionsmedizin-Produkt auf der Basis von Kaninchen-Anti-Human-Serum
" Wirkstoff: 1 ml Konzentrat enthält 20 mg Anti-Human-T-Lymphozyten-Immunglobulin vom Kaninchen." (bzw. 18 mg => 1 l Lösung (1000 g) enthalten 0,018 Milliliter (ml/g) Anti-Human-Konzentrat)
1 ml = 1g = 1000 mg.
Verhältnis Grafalon - Kaninchen Anti-Human-Konzentrat:
500 : 1 ( 1 g enthält 20 mg (20/1000 g)
Verhältnis Infusionslösung - Grafalon:
1000 : 9 ( 1 liter enthält 9 ml)
Also Verhältnis Liter-Infusionslösung - Anti-Human-Konzentrat:
9/500 = 0,018 ml
Wir finden bei den Infusionslösungen also ungefähr die Teststreifen wieder:
Für einen Liter Infusionslösung braucht man 0,018 ml Anti-Human-Konzentrat. Da die Impfung spezifisch ist, ist die Ausbeute höher.
In Deutschland finden ca 3.000 Operationen jährlich statt, bei denen Grafalon zusammen mit anderen Medikamenten standardmäßig vorbereitend verabreicht wird.
Es wird drei Tage prophylaktisch gegeben, jeweils 0,018 ml in einem Liter Lösung. Also 9000 Liter pro Jahr in Deutschland insgesamt, gedeckt wäre der Bedarf durch vier Kaninchen, also durch 4, vier, 4, vier, nicht durch 40.000 getötete Weichfellwackelnasen.
Der tatsächliche Bedarf erklärt also in keiner Weise die hohe Zahl der für Antikörper-Produkte sterbenden Kaninchen.
Die Kissinger Tötungsfabrik hat bzw. hatte einen Anteil von zwei Dritteln - die Differenz zur Gesamtzahl der Kaninchen, die für die Antikörperproduktion und Blutseren sterben, dürfte sich durch Labore an wissenschaftlichen Einrichtungen oder den Hauptabnehmer Siemens erklären - die Marburger Siemens healthcare diagnostics hat ihr Labor mittlerweile geschlossen.
Unser Vorschlag: Sofort umstellen auf cagefree und tolle Gehege mit ganz viel Wiesenplatz und Buddelstrecken, Blutentnahme gelegentlich erlaubt, Tötung verboten.
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Hier die Erklärungen zu den Sachen mit der Kissinger Tötungsfabrik, deren Schließung wir uns wünschen (der einschlägige Textabschnitt aus unserem vorvorigen Blog) - also keine Schlachterei mehr, sondern ein freundlicher Haltungsbetrieb mit gelegentlichem medizinalischem Zugriff.:
Miri, legendäres Superbegabungskaninchen Mira solis acris, erklärt euch, worum es geht:
Dort in Deutschland, wo auch die GT Kaninchen wohnen, gibt es leider ein furchtbares "Anti-Elysium" für Kaninchen. Eine Fabrik, in der Wesen wie du und ich sechs Wochen lang mit fremdem Blut vergiftet werden, damit ihr eigenes Blut Antikörper dagegen bildet. Nach den sechs Wochen im dauerhaften Krankheitszustand werden die noch ganz jungen Kaninchen, die meistens gerade erst der Mutter entrissen wurden und ein paar Wochen in einem Aufzuchtkäfig gesessen und sich gewundert haben, warum sie nicht endlich ins Leben gelassen werden, betäubt und komplett entblutet, also umgebracht. Die Fabrik ermordet pro Monat ungefähr viertausend Hasis, die alle eine ebenso gute Chance auf ein glückliches Leben in Wohn- und Kinderzimmern, schlimmstenfalls in einem Stall hätten, wie ihr und wir. Die unzähligen Kaninchen, die in der Fabrik seit 2005 bereits getötet wurden, hatten keine einzige Lebensminute, in der sie sich im Stroh wälzen, wild herumhüpfen, ein Loch in eine Wiese graben oder mit einem Salatblatt kämpfen durften. Es ist durch Umfragen und die wirtschaftlichen Erfolge von tierfreundlicheren Massentierhaltungsprodukten offensichtlich, dass solche Formen des kompletten Lebensdiebstahls nicht mehr im Sinne der Verbraucherinnen und Verbraucher sind. Deshalb behaupten die Betreiber auch weiterhin tapfer, die Kaninchenseren würden zur Herstellung eines wichtigen transfusionsmedizinischen Notfallmedikaments dienen. Und natürlich kann man Antikörperseren dort auch einsetzen. Wir berichten später, wie wichtig das eine Medikament ist, um das es jetzt jüngst bei einer Auseinandersetzung ging. Ergebnis ist tatsächlich: Eher unwichtig. Es gibt für das Medikament selbst ein Ersatzprodukt, zudem hat es keine existenzielle Bedeutung. Es verbessert die prophylaktische Situation von Krebspatienten, die eine Knochenmarktransplantation brauchen. Anderereits hat es starke Nebenwirkungen (weil es auf natürlichen Antikörpern basiert).
Zudem gibt es zu Kaninchenblut auch massig Alternativen mit anderen Tieren, die dadurch nicht sterben müssten, auch wirtschaftlich sinnvollerweise nicht. Z.B. wäre es bei Großtieren wie Ziegen, die auch sehr gerne für die polyklonalen Antikörper eingesetzt werden, völlig überflüssig, die Tiere zu töten - nur Kaninchen werden für die Blutentnahme geschlachtet – wir sind leicht zu entsorgen, besonders als Jungtiere und nur Haut und Knochen, eventuell wird sogar unser Fell noch an Modemarken weiterverkauft. Das wissen wir nicht, aber 1001 Dalmatiner ist überall...
Das wäre nicht notwendig - man könnte unsere Artgenoss:innen auch auf Freilauf-Farmen oder in anderen komfortablen Unterbringungen halten und sie gelegentlich für Blutentnahmen einfangen, dann ein paar Kanülchen abzapfen und sie ein halbes Jahr mindestens schonen - während der Immunisierungsphasen in der Kissinger Schlachterei wird uns auch Blut entnommen zu Kontrollzwecken, ca 10 ml. Das brächte uns nicht um und wäre eine Art faire Immunisierung, also schon ein richtiger Trend. Wir spenden unsere „seltenen Polyklone“ , ihr pflegt und füttert uns und nehmt auch gleich unsere Häsinnen dazu..
Natürlich sind wir gegen Ausbeutung, aber wenn man uns trockene Schlafplätze, grüne Wiesen und genug Futter anbietet, hätten einige von uns sicher nichts dagegen einzuwenden, auch mal Blut zu spenden. Natürlich ist es bestialisch, von Tierquälern in eine Box gesperrt und am Ohr gezogen zu werden, um uns Blut abzunehmen. Aber mit sanfteren Methoden, Cage free und gut versorgt, durchaus akzeptabel. Zudem könnten wir dann ja auch gleich unsere Eigenproduktion damit verbinden :D So wie die Isländischen Ponys eben, denen es vor allem darum geht, dass zuviel Blut gestohlen wird und die Einsperrung von Wildpferden in die Blutentnahmevorrichtung mit maßloser Gewalt verbunden ist. Natürlich machen wir aber keine Immunisierungen mit - schon gar nicht für zweitrangige Medikamente - die uns zu stark belasten. Wir wollen keine Nieren- und Leberschäden, keinen Krebs und auch keinen Dauerzustand als Eiweißvergiftete. Es müsste also auch die Ausbeute reduziert werden, das heißt, weniger spezifisch, aber mit schwächeren Erregern immunisiert, damit unser Immunsystem sicher damit klarkommt.
Wir wollen nicht unterstützen, dass Siemens mit jedem verkauftem Laborgerät die Ausbeute unserer Kaninchenleben festschreibt.
Die Ärzte gegen Tierversuche haben gegen die Verwendung des transfusionsmedizinischen, immunsuppressiven Medikaments "Grafalon", das nur bei Krebspatienten und nur beim vorherigen Auftreten von Nebenwirkungen zum Einsatz kommt, geklagt, die Klage wurde vom Landgericht Köln abgewiesen. Grund dafür ist jedoch nicht, dass das Medikament notwendigerweise mit natürlichen Antikörpern produziert werden muss, sondern dass noch keine andere Firma oder die Firma selber ein Alternativprodukt auf Basis von künstlichen Antikörpern auf den Markt gebracht hat.
Die Rechtsprechung orientiert sich also nicht an den Möglichkeiten und deren Umsetzung, sondern am fertigen Markt. Tierbesitzer:innen wissen, dass wir Kaninchen deshalb z.B. kein Baytril mehr über Futterspritzen bekommen (Injektion schon), weil es mittlerweile mit Orniflox ein Antibiotikum gibt, das speziell für die orale Aufnahme durch uns Kaninchen entwickelt wurde.
Etwas Ähnliches, im Medikamentenbereich, gibt es sogar für Grafalon – diese Aussage wurde auch nicht verboten! Nur die spezielle Antikörper-Technik, auf die die Grafalon-Herstellung aufbaut, gibt es noch nicht als lizensierte Alternative auf dem Medimarkt.
Grafalon reduziert die Risiken einer Abstoßungsreaktion um 10 Prozent. Um eine lebensrettende Wirkung geht es nicht. Bei postoperativen Komplikationen durch Abstoßungsreaktionen wird ein Alternativprodukt eingesetzt.
Grafalon hat aufgrund der irreduziblen Unreinheit der speziellen Antikörper selber gefährliche Nebenwirkungen, sodass auch auf den Einsatz von Grafalon in der Prophylaxe von Knochenmarkttransplantationen verzichtet werden kann und nachträglich stattdessen das Alternativmedikament eingesetzt werden kann.
Mal insgesamt ist die Effizienz der Antikörper für die Krebsmedizin offensichtlich eher gering - mit Antikörpern wird schon seit den 70er Jahren geforscht. Aber man hat nichts Besseres anzubieten in Deutschland/Schweiz als ein zweitrangiges Medikament für die Prophylaxe. Die natürlichen Antikörper haben sich vom Immunisierungsschema noch nicht entfernt - weil die natürlichen polyklonalen Antikörper eben immer noch anderen Proteine und Wirkungen mitschleppen, also nicht die Spzifik des Wirkungsgrades erreichen, die es für hochwertige nebenwirkungsfreie Medikamente braucht - insbesondere bei immungeschwächten Krebspatienten. Unsere immunisierende Kraft ist für diese Sorte Patient:innen offenbar zu tough! Deshalb würden wir jetzt nach sechzig Jahren Baden in Hasenblut einfach mal sagen - STOP! - Wir sind dafür nicht geeignet und Schluss. Ihr habt ja auch eure Klamotten auf Polymere umstellen können und das war gut so (Baumwolle geht ja auch, klar, solange wir nicht an euren Schrank können....). Also was uns betrifft: Kümmert euch darum, dass wir uns wieder bei euch ansiedeln. Die Wälder brauchen die fünfzig Zentimeter Schadbenagung an den unteren Baumstämmen, damit alle vierbeinigen Wesen dort gut durchkommmen. Insbesondere die Tierkinder sind auf unseren Benagungsaktivismus angewiesen. Eure Jäger müssen die Wälder mal aus Perspektive der Tiermütter sichten, dann verstehen sie das endlich. Es gibt also wirklich an vielen Stellen sehr viel zu tun, auch die Käufer:innen von den Schnelltests sollten lieber Löwenzahnheu mitnehmen anstatt dieser unnützen Kartons mit Kaninchenblutspuren.
Natürlich können die Käufer:innen der Tests nämlich überhaupt nicht diagnostizieren. Im Positivfall müssten sie also ohnehin nochmal zum Arzt...wie auch immer, es suggeriert den Verbraucher/innen Souveränität und wird entsprechend auf den Markt geschüttet. Wir fanden gleich vier Produkte (nach einem unscheinbar verpackten Streptokokken-Test), leider sogar im Regal unserer Lieblingsdrogerie DM - wo wir tatsächlich immer unseren getrockneten Löwenzahn kaufen und unsere Einstreu aus naturbelassenen Holzspänen.
Wir haben euch diese Tests eingestellt und möchten euch warnen, so unsinniges Zeug auf keinen Fall zu kaufen. Daran klebt nicht nur das Blut von Kaninchen, die ihr ganzes Leben lang nur gelitten haben und noch dazu von Kaninchenmüttern geboren wurden, die ebenso ihr Leben lang missbraucht wurden, um Jungtiere für diese Tötungsindustrie heranzuziehen. Zudem sind Tierversuche für rein kommerzielle Zwecke verboten. Und diese Tests sind kein Produkt, das diagnostischen Sinn macht. Sie verkaufen ein Autonomie- und Sicherheitsgefühl - die eigentliche Diagnose gibt es frühestens bei einer ärztlichen Untersuchung.
Ein MAgenbakterium-Test ist z.B. ein Einsendetest. Dieses Verfahren nutzt die Siemens healthineers Technologie, also die Labormaschinen, die auf unsere kaninischen polyklonalen Antikörper geeicht sind. Das Blut sitzt hier nicht in Teststreifen, sondern im Labor in einem Reagenz, das das MVZ LAbor der Marburger Siemens üblicherweise mit der Maschine vertragsmäßig abkkaufen muss. Der Test der Firma MVZ Labor Krone GmbH wird eingesendet und die Probe im Labor analysiert. Das Portfolio der Firma unter www.laborkrone.de bildet die frühe Geschichte der Siemens Marburg healthcare diagnostics nach dem Kauf von Dade Behring und Syva ab. Syvas EMIT (Die Enzyme-multiplied Immunoassay Technique (EMIT) Technik arbeitete durch den Einsatz von polyklonalen Antikörpern aus Kaninchenblut schneller und mit weniger Probenmaterial als die frühere ELISA Technik, die ebenfalls mit Antikörpern agierte. Die Erkennbarkeit des Ergebnisses setzte diverse Waschungen des Testmaterials voraus. Es geht bei dem Schritt von ELISA zu EMIT nur um Vereinfachung. Mit EMIT waren die Testergebnisse so einfach sichtbar zu machen, dass eine Applikation auf Teststreifen möglich war. Diese Teststreifen wurden entsprechend sofort auch parallel angeboten, parallel zu Reagenzien für Labormaschinen und auch als Streifen, die sich wiederum in den Maschinen selbst auslesen und handeln ließen.
Das Labor hat durch die EMIT Technologie die Möglichkeit, blitzschnell Proben zu bearbeiten, kann also im Prinzip Tausende von Proben annehmen. Das war in der Covid Zeit ein enormer Vorteil oder wäre es, wenn die reine Diagnostik eine entsprechend hohe Bedeutung hätte.
Der Test wird beim DM angeboten wie ein Alltagsprodukt. Aber ist es wirklich alltäglich sinnvoll, sich auf Heliobakter pyloris zu testen? Es ist doch viel vernünftiger, gleich bei Magenschmerzen etc. zum Arzt zu gehen - denn dann bekommt man wenigstens eine medikamentöse Therapie gegen den Heliobacter.
Kein Wunder, dass Siemens versucht, den indischen Markt zu erschließen. Dort gibt es in verschiedenen Regionen ärztliche Unterversorgung, und vielleicht ist die Idee, dass die Menschen sich selbst diagnostizieren und dann auch gleich das Medikament in der Drogerie kaufen....Ansonsten wird man in solchen Regionen wohl kaum wissen, was ein solcher Test im Zweifelsfall bringen soll und wartet weiterhin einfach länger und bis zu signifikanteren Symptomen, bevor man zum Arzt geht.
Bitte beherzigt unsere Warnung: Kauft diese unsinnigen Tests nicht, sprecht ruhig auch eure Leute bei DM darauf an und demonstriert mit bei den SOKO oder den Anwohner/innen -Aktionen. Wir wissen ja, nachdem das Thema auch im Bundestag z.B. von Vertreterinnen der Linken angesprochen wurde, dass die Tierschutzregeln der EU aktuell von Sonderrechtsregelungen der "wissenschaftlichen Forschung" unterwandert wird, die für sich eine spezifische ethische Rechtfertigung in Anspruch nehmen möchten. Es steht zu vermuten, dass z.B. die Entwicklung von Maschinen, die über mehrere Jahrzehnte die Verwendung von tierleidbehafteten Produkten festschreiben, vereinfacht wird. Oder dass die aktuelle absurde Überproduktion von Kaninchenseren gerechtfertigt wird. Dass zuviel produziert wird, beweist eigentlich der sehr überflüssige Heliobacter p. Test. .Die Labore stehen da mit ihren Pflichtreagenzien, deren Verfallsdatum sich nähert und niemand schickt ihnen verzweifelt auf der Suche nach Hilfe seine Proben, mit denen sie unser grausig erlittenes Anti-Human-Serum nutzen können.
Dass wir – die Lieblinge der Gärten und Kinderzimmer – sterben müssen, weil jemand nicht zum Arzt gehen will oder einfach irgendetwas testen zu müssen meint - muss verboten werden und bleiben, sofern es schon verboten ist. Anders als die Komplettgegner:innen wären wir ja, wie erläutert, bereit, ab und zu Blut zu spenden, wenn es uns nicht lebensgefährlich belastet und ihr uns wie die König:innen der Knabbergärten behandelt – cagefree luxury im Tausch gegen wertvolle Substanzen.
Zudem darf es keine rein wirtschaftliche Dynamik gegen wissenschaftliche Entwicklungen mehr geben. In diesem Punkt schwenken wir als rosa GT-Kaninchen nun auch die rote antikapitalistische Fahne und sagen klar NEIN zu Hasiblut und Kaninchenmord für die rein wirtschaftliche Aufblähung der Diagnostik. Es ist gut, dass jetzt bekannt ist, wie Schnelltests aussehen können, wenn es wieder eine Pandemie geben sollte - aber deshalb sollte man jetzt auch an der Umsetzung durch künstliche Antikörper arbeiten und nicht an der Aufrechterhaltung einer rein kapitalistisch gedachten Vertragsbindung, die die Verwendung von unseren Antikörpern über die Labormaschinen festschreibt.
Eigentlich hätte man sofort regulierungstechnisch eingreifen müssen, als Siemens begonnen hat, Maschinen zu entwickeln, die die Verwendung von natürlichen Antikörpern voraussetzen, also die Entwicklung in diesem Bereich vorsätzlich aus wirtschaftlichen Eigeninteressen behindern.
Insofern ist zu überlegen, ob man die Lizenzverträge mit Antikörper-Software nicht alle für ungültig erklären müsste. Denn selbstverständlich wäre es für einen chinesischen oder indischen Nutzer der Labormaschinen von Siemens besser, wenn er dort selbst erstellte oder anderweitig günstig erworbene, gegebenenfalls recycelbare polyklonale Antikörper aus dem Phagen-Display einsetzen könnte. Das wäre auch ein ganz starkes Motiv für alle Firmen auf dem dichten Markt, entsprechende Displays blitzschnell zu entwickeln.
Siemens verhindert mit den langfristigen Lizenzverträgen über den Zeitraum der Maschinennutzung, dass sich ein künstliches polyklonales Antikörper-Display am Markt durchsetzt, dass exakt die Kaninchen-AKs ersetzt und die Marburger Aufbereitung in und für Siemens Geräte überflüssig macht.
LOVE
Gruß von unseren Elysischen: lasst die Kisssinger Kaninchen nicht weiter sterben und nehmt es unserer Lieblingsdrogerie nicht übel, dass sie wahrscheinlich über die Herkunft und Rolle der Antikörper für die Tests belogen - mit den Billigtests Mist gebaut hat - gebt ihnen einfach den Tipp, sie aus dem Sortiment zu nehmen - in Mering sind die von uns fotografierten Test schon wieder aus dem Regal verschwunden.
EURE MIRI
GT-Bloggerin - 3,8-beiniges Sportkaninchen
p.s.: Fotos von den Tests auf unserer Wiese "Lichthoppser zum Miriblog"
Foto zum Blog in Gedenken an die Millionen von Kaninchen, die für unsinnige Kommerzprodukte gequält und getötet wurden.
Eure Anna Schelm und Flori Maus
p.s.: Von unseren Umtrieben und Späßen erzählen wir euch auch bald wieder - z.B. ist Florimaus, die ja sehr obeesy ist (also wie eine Kugelrobbe aussieht), aber schon seit Jahren, sodass wir die Abnehmerei auch aufgegeben haben - bei unserem letzten Waldspaziergang richtig umtrieben geworden und quer durch dichtes Gebüsch von ihrem Platz am Baum abgehauen in ein ziemlich weit entferntes Gebüsch. Und weil ich ja an der Leine laufen muss, im Gegensatz zu Flori, was mich als weit umtriebigeres Kaninchen immer wütend macht, habe ich darauf bestanden, dass das Hasiom mich ans andere Ende des Spazierwegs laufen lässt. Dann habe ich sogar noch einen "Die oder Ich!" - Kampf mit dem Hasiom angefangen, also darauf bestanden, usw. kilometerweit von Flori entfernt im Gebüsch herumzuhocken und mich keinen Millimeter weiterzubewegen. Natürlich war Florimaus vor Hunden etc geschützt, da das Hasiom dort wirklich einen tollen Überblick über die Region außerhalb unseres Waldabschnitt hat und mich natürlich im Krisenfall sofort packt und unangeleinte Hunde anschreit und sich mit mir zusammen auf Flori wirft sodass sich die Besitzer:innen der Hunde so erschrecken, dass die Hunde ihnen sofort zur Hilfe eilen und sich nicht mehr um uns kümmern. Ein cooler Trick , nicht wahr - das Hasiom ist im Lauf der Zeit ein richtiges Kaninchen geworden mit Abwehrtechniken, wie sie sonst nur die englischen Kaninchen kennen. Die hat sie ja auch einstmals in deren Naturschutzterritorium zwischen den Brennesselbüschen von Oxford besucht und vermutlich mit ihnen über Flucht- und Schutztechniken geratscht. Unser Hasiom fuhr ja einstmals nach Oxford, um den Seelenschmerz über den Verlust von Kaninchen Neufine zu überwinden - und nahm nach ihrer Rückkehr die legendäre Hoppolina Adventi bei sich auf, die die Kaninisierung des Hasiomenlebens mit Achtlingen vollendete! Zum Thema: Florimaus war also nicht mehr da, als ich zu ihr zurückhoppelte, dafür aber die abendliche Dunkelheit. Kein Handy! Weil Florimaus sich ja üblicherweise nur etwas hin und herrollt. Also musste ich in die Box und das Hasiom kroch kniend über den Waldboden und patschte mit ihren Händen ins Efeu oder anderes Laub - wie schade, dass ich als Kaninchen nicht selbst filmen kann, ich hätte das Video sofort in unseren Facebook-Account hochgeladen und wir hätten alle einen Rieenspaß gehabt! Naja, unser Hasiom findet es ja nicht schlimm wenn wir über sie lachen, sie meint, als ausgleichende Gerechtigkeit für die Höllenqualen, die Kaninchen durch Menschen erleiden, wäre es nur gut, wenn man den Spieß umdreht, was zudem auch alle Menschen gerne machen würden, die eine Zeitlang mit uns richtig zusammegelebt haben, so Nase an Nase auf dem Sofa eben, und gesehen, dass wir schon bereit sind, Kaninchentoiletten zu benutzen und uns megaviel Mühe geben gemessen daran, dass wir ja eigentlich sogar Wildtiere sind und uns alles zudem noch nicht mal in unserer eigenen Sprache erklärt wird.
Also Flori wurde tatsächlich auf diese Weise entdeckt, noch vor Mitternacht, da sie im fünf Meter Umkreis blieb, freundlicherweise.
Alles wieder gut, ich durfte dann auch nochmal aus der Box und mich austoben, sodass es ein richtig schnuffiger Waldspaziergang war für alle.
Bei uns zuhause hoppeln wir ja auch sehr viel herum, aber es ist doch etwas anderes, in einem richtigen Wald, die Luft ist einfach nochmal viel schöner und eine richtig lange Strecke laufen zu können, ist auch sehr toll. Ihr kennt sicher von Pferden und Hunden diese Megawirkung, die dann plötzlich wie von Sinnen lospreschen, wenn man ihren eine Wiese oder ein Feld zeigt, richtige Weite, auf der sie sich austoben können - auch ohne Reiter:in :hihi
Unser Hasiom hat überlegt, dass es vermutlich wieder anfangen will zu reiten, aber wir haben es ihr erstmal verboten, weil wir anstregend genug sind (sie muss acht verschiedene Kaninchentoilettenstandorte in der Wohnung reinigen, sehr viel Gemüse und uns zahnaltersbedingt die Kohlrabis etc. in Streifen schneiden...) , zudem muss sie Flori helfen, ihr hinteres Körperteil sauber zu halten und ich, Anna die Schelmin, brauche ständig irgendwelche Medis wegen meines hyperempfindlichen Darms und meiner Nase (aktuell kein Schnodder und kaum Niesen) und weil ich in der Kaninchenhöhle schmuddelig-verpilzte Erdstückchen knabbere, sobald ich mich zu gesund fühle. Ich bin also zwar ein Superhase, schön, lieb, dünn genug für die selbstständige Körperhygiene, aktiv usw., aber das Hasiom meint, auch untherapierbar drogenabhängig auf Pilzen. Naja.... schrecklich übertrieben natürlich ;)
LOVE
Eure Schelmin
Nochmal p.s. Jetzt bin ich gerade gesund, nur wütend auf das Hasiom, weil sie in unserem Blog rumschreibt anstatt ihren eigenen Text auszubasteln. Und außerdem hat sie mir einen Spaziergang versprochen und es ist schon wieder sechs Uhr abends und gleich dunkel! Die spinnt ja ! So geht’s nicht. Also ich beiß die jetzt mal in ihren dummen Zeh und dann gehen wir auf unsere Spazierwiese.
Bis später dann!
Eure Schelmin!
Nochmal ps.:Wir haben schon ganz viele Nachrichten von Flori und Hoppel und Miri und Neuffel etc. hier liegen und kommen zu nichts.....
Spazieren waren wir aber Und ich heute schon wieder in meiner Höhle - alles sehr in Ordnung dort. Nur meine kleine Story hier, schildert euch Flori Livias letztes Ausflugserlebnis, bei dem ich dabei war. Sie war danach nochmal mit dem Hasiom unterwegs. Und jetzt nicht mehr da.....Aber immerhin wurde sie 5,5 Jahre als. Das ist schon ganz ordentlich für ein richtig rundes Kugelrobben-Kaninchen. Ich vermisse sie auch sehr, gerade weil sie so schön groß und rund war. Das Hasiom hat mir eine Decke vor meinen Liegeplatz in Terrassentürnähe gelegt, wo vorher immer Flori saß, weil ich ja viel kälteempfindlicher war als sie mit ihrem wunderbaren Robbenspeck. Oh weh oh weh. Es ist so traurig, wenn wir plötzlich nicht mehr da sind. Meine arme süße runde Floriline.